Während Klimaforscher seit Jahrzehnten Daten über die Klimaentwicklung sammeln und damit in der Lage sind, Veränderungen nachzuweisen und Prognosen zu errechnen, verliert unser Planet Jahr für Jahr Biodiversität, ohne dass Wissenschaftler in vergleichbarer Weise Daten erheben. Seit 1990 hat in Mitteleuropa die Zahl der Insekten und Vögel stark abgenommen, was mit einzelnen Untersuchungen belegt ist. Ein nationales, breit angelegtes Monitoringprogramm gibt es aber nicht, es fehlen dafür die technischen Voraussetzungen und Infrastrukturen.

Mit dem AMMOD-Projekt sollen neuartige Techniken zusammengeführt und angepasst werden, um Artenvielfalt automatisiert zu registrieren, in Analogie zu Wetterstationen. Dafür soll die folgende Technologie eingesetzt werden:

  • Automatische Beprobung von Fluginsekten, Pollen und Sporen für die Bestimmung mit DNA Barcodes (siehe GBOL Projekt)
  • Automatische Bilderkennung von Vögeln, nachtaktiver Insekten („Mottenscanner“) und Säugetieren
  • Automatische biokaustische Bestimmung (von Vögeln, Fledermäusen, Grillen etc.)
  • Automatische Analyse der Düfte in der Landschaft („smellscapes“)
  • Entwickung von Datenflüssen, Datenarchivierung, Datenzugängen, Visualisierungen, Analyseverfahren

"Test von Prototypen der „Wetterstation für Artenvielfalt“ sind in Vorbereitung. Weiterhin gibt es fortgeschrittene Bestrebungen Module anderer Projekte in die „Wetterstation für Artenvielfalt“ zu integrieren.